Eine Scheidung hat die attraktive Juristin Victoria (Virginie Efira) bereits hinter sich. Neben ihrer Arbeit kümmert sie sich um ihre beiden Töchter und versucht, sich hin und wieder mit Männern zu verabreden. Aber das ist leichter gesagt als getan: Die Ende 30-Jährige steckt mitten in der Midlife Crisis und all ihre Versuche, ihrem Liebesleben auf die Sprünge zu helfen, enden im Chaos.

Auf einer Hochzeitsfeier begegnet sie schließlich nicht nur ihrem Exmann , sondern geht auch so manche Verpflichtung ein: Sie bietet ihrer alten Bekanntschaft, dem ehemaligen Drogendealer Sam (Vincent Lacoste), eine Stelle als Au Pair an und übernimmt auch noch die Verteidigung in einem äußerst kniffligen Prozess. Victorias guter Freund Vincent (Melvil Poupaud) wird des Mordversuchs an seiner Freundin verdächtigt und bittet die Anwältin um Hilfe.

Frischer Wind im Rom-Com-Dschungel

Die kaum greifbare, doch sympathische Titelheldin, die im Laufe des Films immer mehr Facetten von sich preisgibt, und die zwei so raffiniert miteinander verwobenen Hauptstränge aus turbulentem Privatleben und Berufsalltag machen den Reiz der französischen Produktion aus. Einige Passagen wirken geradezu improvisiert und dementsprechend erfrischend.

Auch dramatische Momente und ein gut portionierter Einsatz von Satire sorgen im zweiten Langfilm der Regisseurin Justine Triets für eine spritzige Atmosphäre. Dennoch folgt die romantische Komödie insgesamt betrachtet zu vielen gängigen Genremustern.