Zwölf Jahre lang hat Lena Jörning (Veronica Ferres, Foto mit Detlev Buck) nichts von ihrer Schwester gehört. Auf der Flucht vor der Eintönigkeit des Alltags verließ Evelyn damals das kleine Dorf. Zurück blieb Polizistin Lena, widerwillig aber dennoch fest mit der rauen Küstenlandschaft Deutschlands verbunden. Als eine Leiche im Eis der zugefrorenen Ostsee entdeckt wird, muss sie sich der Toten annehmen. Für Lena ein Schock: Es ist nicht nur die erste Leiche ihrer beruflichen Laufbahn, vielmehr erkennt sie ihre Schwester, die eingeschlossen im Eis zu schweben scheint. Erschüttert wird nicht nur das geordnete Leben der Dorfbewohner, sondern auch Lenas Beziehung zu ihrem Verlobten ...

Das winterliche Werk von Genrespezialist Friedemann Fromm ("K3 - Kripo Hamburg - Porzellan", "Zeit der Rache") ist weniger eine Kriminalgeschichte als ein psychologisches, emotionsgeladenes Drama mit mystischen Bildern. Hier taucht die Kamera im wahrsten Sinne des Wortes in die Eiswelten provinzieller Ostsee-Idylle. "Vom Ende der Eiszeit" ist die vierte Zusammenarbeit von Regisseur Fromm mit Drehbuchautor Christian Jeltsch, zuvor realisierten die beiden schon die Krimis "Spiel um dein Leben" (1997), "Brennendes Schweigen" (2000) und die "Tatort"-Episode "Außer Gefecht" (2006).