Wasser ist Grundlage des Lebens und hat schon immer eine starke Anziehungskraft auf den Menschen. Es ist wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, Lebensraum für viele Tiere, dient als Energieerzeuger und ist nicht zuletzt Sehnsuchtsort vieler Menschen. Wasser hat unseren Planeten geschaffen und ihm Form verliehen, doch der Umgang des Menschen mit dem kostbaren Element verändert und prägt das Gesicht unserer Erde. Ohne Wasser gibt es kein Leben, keine Zivilisation, keine wirtschaftliche Entwicklung. Wasser wird gestaut, um Energie zu gewinnen, es wird umgeleitet, um Wüste in Farmland zu verwandeln und Städte bewohnbar zu machen - meist mit verheerenden Konsequenzen.

Die kanadischen Filmemacher Jennifer Baichwal und Edward Burtynsky laden auf eine Reise zu Orten ein, die der menschliche Eingriff in den Wasserkreislauf tiefgreifend verändert hat. Stationen sind unter anderem der größte Staudamm der Welt im chinesischen Xiluodu, das ausgetrocknete Flussdelta des einst mächtigen Colorado, das Surf U.S. Open in Huntington Beach sowie das Kumbh Mela-Fest im indischen Allahabad, bei dem sich 30 Millionen gläubige Hindus bei einem gleichzeitigen rituellen Bad im Ganges reinwaschen. Ko-Regisseur Edward Burtynsky - der hier auch als Darsteller fungiert - ist als international anerkannter Fotograf bekannt für seine hochauflösenden Fotos, die die Folgen menschlichen Wirkens auf die Natur dokumentieren. "Watermark" zeigt den Zuschauern in faszinierenden Bildern zwar die universelle Bedeutung von Wasser für den Menschen - was sicherlich nicht neu ist -, kommt aber über eine Aneinanderreihung von spektakulären Bildern nicht hinaus. Hier hätte viel mehr kritisch hinterfragt, kommentiert und erklärt werden müssen!

Foto: Senator/Edward Burtynsky