Am 25. September 1974 sollte in Zaire der Weltmeisterschaftsboxkampf im Schwergewicht zwischen Muhammad Ali und George Foreman stattfinden. Doch vier Tage vor dem "Rumble in the Jungle", wie der Kampf genannt wurde, gaben die Veranstalter eine Verzögerung bekannt, da sich Foreman beim Sparring verletzt hatte. Die folgenden sechs Wochen spannender Wartezeit gerieten zu einem nie da gewesenen Spektakel, das von Ali medienwirksam ausgenutzt wurde und auch für viel Unruhen sorgte.

Wenn man hört, dass es in dieser Dokumentation um den großen Boxkampf zwischen Muhammad Ali und George Foreman geht, wendet sich jeder Box-Feind mit Grausen ab. Doch in diesem Oscar-gekrönten Film geht es vor allem auch um das politische Umfeld, die Situation der Schwarzen in den USA, den Kampf Alis gegen die Unterdrückung der schwarzen Bevölkerung, gegen den Rassismus. Denn Alis berühmte Aussage ("Ich lebe in Amerika, aber Afrika ist die Heimat des schwarzen Mannes. Vor 400 Jahren war ich ein Sklave, und nun fahre ich nach Hause, um bei meinen Brüdern zu kämpfen.") sorgte 1974 - gerade war die skandalträchtige Regierung von Richard Nixon zusammengebrochen - für grosses Aufsehen. Gasts Film, der für 20 Jahre auf Halde lag und erst mit der Hilfe Taylor Hackfords beendet wurde, erhielt 1997 den Oscar als bester Dokumentarfilm.