1913-1955 in einer deutschen Kleinstadt: Hans Böckel und Bruno Tiches erleben gemeinsam das Ende des Kaiserreiches, die Weimarer Republik, den Nationalsozialismus und das erste Nachkriegsjahrzehnt. Aber so gegensätzlich ihre Charaktere sind, so gegensätzlich verlaufen ihre Lebenslinien. Der idealistische, aufrechte Journalist Hans verliert in der Nazidiktatur seine Arbeit und quält sich durch die erste Nachkriegszeit, bis er bei seiner Heimatzeitung als Redakteur arbeiten kann. Der skrupellose Opportunist Bruno Tiches hingegen macht als NS-Parteigenosse Karriere und betätigt sich in der Nachkriegszeit erfolgreich als Schwarzmarkthändler. Seine Gewinne und seine Verbindungen nutzt er danach clever, um als Groß-Industrieller am deutschen Wirtschaftswunder teilzuhaben. Eines Tages platzt dem Journalisten Hans jedoch der Kragen, und er greift in seiner Zeitung den gesinnungslosen Machtmenschen Tiches hart an. Natürlich bleibt sein Artikel nicht ohne Folgen ...

Filmemacher Kurt Hoffmann galt lange Zeit als Regisseur der heiteren Muse, doch einige seiner eigenwilligsten und besten Filme sorgten über den Humor hinaus für einen heilsamen Schock. So etwa dieser satirische Bilderbogen auf vier Epochen deutscher Geschichte bis hin zum aufstrebenden Wirtschaftswunderland. Hoffmann inszenierte den ein Jahr zuvor erschienenen gleichnamigen Roman von Hugo Hartung als spritzige und kurzweilige Unterhaltung, die unter anderem mit dem Golden Globe als bester ausländischer Film, dem Deutschen Filmpreis und dem Filmband in Silber ausgezeichnet wurde.

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