Nicht nur Sexbomben brauchen und wollen Liebe: 
Marianne Sägebrecht als Zuckerbaby  

Zuckerbaby

KINOSTART: 01.10.1985 • Tragikomödie • Deutschland (1985) • 82 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Zuckerbaby
Produktionsdatum
1985
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
82 Minuten
Regie
Music
Kamera
Die nicht mehr ganz junge Marianne ist mit ihren überflüssigen Pfunden nicht gerade das, was die Modewelt als Schönheitsideal einer Frau verkauft. Auch ihr Job ist nicht dazu angetan, ihr gesellschaftliches Interesse einzubringen: Sie arbeitet für ein Bestattungsinstitut als Beifahrerin in einem Leichenwagen. So fließt ihr Privatleben eintönig dahin, Kontakte zu Mitmenschen hat sie nicht. Als sie aber eines Tages die Stimme eines U-Bahn-Zugführers hört, ist sie schlagartig von der Person fasziniert. Den vermeintlichen Mann ihrer Träume muss sie unbedingt kennenlernen...

Percy Adlon widmet sich in seiner melancholischen Liebesgeschichte denjenigen, die normalerweise nicht für filmwürdig befunden werden, die einfachen Menschen abseits der Glitzer- und Strahlemann-Welt. In bedächtigem Rhythmus und einer ungewöhnlichen Farbdramaturgie entwickelt Adlon das Porträt zweier Außenseiter, die für eine kurze Zeit einmal hoffen dürfen. Mit diesem Film machte der Regisseur nach seinem eher sperrigen Drama "Celeste" erstmals mit einer Komödie auf sich aufmerksam. "Zuckerbaby" wurde mit dem Bundesfilmpreis 1985 für die künstlerische Gesamtleistung ausgezeichnet, Hauptdarstellerin Marianne Sägebrecht erhielt für ihre Rolle den Ernst-Lubitsch-Preis.

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