Eigentlich kommt der inzwischen erfolgreiche Schriftsteller Michael Taylor nach langer Zeit wieder in den Ort seiner Kindheit zurück, um dort an einer Familienfeier teilzunehmen. Doch kurz vor seiner Ankunft stirbt seine Mutter bei einem Autounfall. Durch dieses tragische Unglück erinnert sich Michael wieder an seine verdrängten Kindheitstraumata, verursacht durch den herrischen und übermächtigen Vater...

Für seine Kurzfilm-Komödie "Jesus Henry Christ" erhielt Dennis Lee 2003 einen Studenten-Oscar. 2008 legte er mit seinem Langfilmdebüt (wieder nach eigenem Drehbuch) ein bemerkenswertes Familiendrama vor. Die Geschichte um die traumatischen Kindheitserlebnisse und die daraus resultierenden Familienkonflikte trägt angeblich autobiografische Züge. Mit durchweg guten Darstellern (nur Hauptdarsteller Ryan Reynolds wirkt ab und zu etwas überfordert) taucht Lee in ein komplexes Familienuniversum, entwickelt ein ambivalentes Bild einer trügerischen Idylle und wechselt geschickt zwischen den Zeitebenen. Wären nicht einige Längen und Holprigkeiten – es wäre ein Meisterstreich.