Die Themen des aus Slowenien stammenden Philosophen, Psychoanalytikers und Kulturkritikers Slavoj Žižek reichen von Alfred Hitchcock über 9/11, die Oper, das Christentum, Lenin und David Lynch. Žižek gilt als einer der wichtigsten – und unerhörtesten – zeitgenössischen Kulturtheoretiker, der seine Vorlesungen überall auf dem Globus gibt. Seine exzentrische Persönlichkeit und Arbeit haben ihm dabei den Spitznamen "Elvis der Kulturtheorie" eingebracht...

Dokumentarfilmerin Astra Taylor hat den unerschrockenen Denker quer über den Globus begleitet, zu Vorlesungen in New York, in den Straßen von Buenos Aires, beim Zwischenstopp in seiner Heimatstadt Ljubljana. Unterwegs legt Žižek wie besessen seine Ideologien aus einer Mischung aus Psychoanalyse nach Jacques Lacan, Marxismus und Popkulturtheorie offen. Dabei scheut er sich nicht, seinen kritischen Blick mit bissigen Kommentaren zu seiner Persönlichkeit, zu seinem Privatleben und zu seiner wachsenden, internationalen Berühmtheit auch auf sich selbst zu richten. Allerdings fragt man sich bei dieser Doku einmal mehr, wer dafür ins Kino geht?

Foto: RealFiction