Avengers: Endgame
Spielfilm, Actionfilm • 28.11.2021 • 20:15 - 23:44
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prisma-Redaktion
In "Avengers: Endgame" muss die Superheldenresttruppe (von links: Gwyneth Paltrow, Tessa Thompson, Elizabeth Olsen, Brie Larso, Pom Klementieff und Letitia Wright) aufs Ganze gehen, um den Genozid von Oberschurke Thanos rückgängig zu machen.
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Space-Waschbär Rocket ist der letzte verbliebene Guardian: Das gefällt dem Wutnager natürlich nicht.
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Hallöchen, jemand zu Hause? Scott Lang (Paul Rudd), der sich als Ant-Man verkleiden kann, hat Thanos' Fingerschnippen überlebt und könnte nun helfen, dem Schurken das Handwerk zu legen.
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Dr. Bruce Banner (Mark Ruffalo) konnte den Hulk zuletzt nicht aus sich rausholen. Das sollte er in "Avengers: Endgame" aber ändern.
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Thor (Chris Hemsworth) setzt alle Hoffnung in seine neue Hammeraxt, die auf den Namen "Stormbreaker" hört.
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Black Widow (Scarlett Johansson) trauert um die Gefährten, die sie zurücklassen musste.
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Originaltitel
Avengers: Endgame
Produktionsland
USA
Produktionsdatum
2019
Altersfreigabe
12+
Kinostart
Mi., 24. April 2019
Spielfilm, Actionfilm

Was immer nötig ist

Von Andreas Fischer

Entweder tot oder am Boden zerstört: Von Marvels Superhelden blieb nach "Avengers: Infinity War" nicht viel übrig. Aber aufgeben kommt nicht in Frage, außerdem gibt die Ersatzbank noch einiges her. So kann sich Völkermörder Thanos schon mal auf ein saftiges "Endgame" gefasst machen.

Das Ende ist eine emotionale, höchst unterhaltsame Achterbahnfahrt, die noch einmal alles auf die Leinwand bringt, was die Filme über Iron Man, Captain America, Thor, die Guardians of the Galaxy und Co. auszeichnete: Spektakel, Opferbereitschaft, Konflikte, Ego-Trips, bittersüßer Humor. "Avengers: Endgame" war ein Schlussstrich unter elf Jahre im Marvel Cinematic Universe: Die epische Reise durch ein Kinouniversum voll Fantasie und fehlbarer Helden bekam 2019 mit dem 22. Film einen denkbar würdigen Abschluss. ProSieben zeigt "Avengers: Endgame" nun erstmals im Free-TV.

Mit einem Fingerschnipp hatte der rücksichtsloseste aller Comic-Schurken in "Avengers: Infinity War" (2018) die Hälfte aller Lebewesen im Universum ausgelöscht. Auch viele Superhelden aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) starben in Thanos' (Josh Brolin) Genozid: Black Panther, Doctor Strange, der putzige Spider-Man, fast alle Guardians of the Galaxy – sie alle und noch einige mehr zerfielen zu Staub. Es war ein Ende mit Schrecken. Die Überlebenden jedoch wollen sich einfach nicht in ihr Schicksal fügen. Auch wenn es eine Weile dauert, bis sie sich darüber einig sind.

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Die Helden sind gefallen, auch die, die noch am Leben sind. Damit müssen Iron Man (Robert Downey Jr.), Captain America (Chis Evans), Hulk (Mark Ruffalo), Black Widow (Scarlett Johansson) und Co. zunächst einmal klarkommen. Dass in jedem Ende ein Anfang steckt, daran will so recht keiner glauben. Sie sind sauer und wütend, verunsichert und einsam – jede und jeder auf ihre oder seine Weise. Was die (meisten) Marvel-Filme immer schon auszeichnete ist, dass ihre Helden und Heldinnen fehlbar sind, menschlich.

Zweite Chance

Die Regisseure Joe und Anthony Russo nehmen sich in ihrem Requiem ausreichend Zeit für die Figuren, für ihre Nöte und Ängste, aber auch für ihren vorsichtigen Optimismus und ihre persönlichen Neuanfänge. Menschen wie Helden ändern sich, entwickeln sich weiter oder zurück, machen das Beste aus der Situation oder lassen ihre schlimmsten Dämonen frei. Doch irgendwann ist die Zeit der Trauer vorbei, und die Avengers ergreifen gemeinsam mit ein paar Verstärkungen ihre zweite Chance.

Die Zeit spielt in ihrem Plan eine Rolle, eine große sogar. Humor und Schnoddrigkeit kommen diesmal nicht so leichtfertig über die Lippen; wobei Thors Erscheinung nicht nur wegen seiner Wampe umwerfend komisch ist. Hätte er statt Bier White Russian getrunken, wäre er wohl zum Bowling gegangen, anstatt in den Kampf gegen Thanos zu ziehen.

"Ich bin unvermeidlich", gibt Thanos den Avengers bei ihrem ersten Showdown mit auf den Weg. Und das werden sie spüren, wenn sie durch die Zeit reisen, in der Hoffnung, seinen Genozid rückgängig zu machen, ohne den Lauf der Welt zu verändern. Es wird Verrat geben und falsches Spiel. Totgeglaubte kehren zurück und die Lebenden werden Opfer bringen – die größten, die man sich vorstellen kann.

Gewagtes Unterfangen

"Time heist" – Zeitraub – nennen die Avengers ihren Plan. Ein ziemlich gewagtes Unterfangen, aber nicht nur die einzige von 14.000.605 Möglichkeiten, den Kampf zu gewinnen, wie ihnen Dr. Strange (Benedict Cumberbatch) kurz vor seinem Tod errechnet hatte. Der große Coup führt auch zum Wiedersehen mit vielen Figuren, denen man lange nicht mehr im MCU begegnet ist, und sorgt für etwas Entspannung und witzige Momente, die dem schwermütigen, düsteren Film guttun. Genau wie die Szenen, in denen sich Captain America einfach nur am Gezwitscher der Vögel erfreut und sich Eltern und ihre (Zieh-)Kinder in den Armen liegen.

Dass das Finale eine megalomanische, unübersichtliche Bombastparade ist – geschenkt: So viel Actionübertreibung muss dann einfach sein. Zumal die ultimative Schlacht auch ein liebevolles Marvel-Suchbild ist. Nicht alle werden den letzten Kampf überleben. Aber auch wenn das Ende nicht ohne Schrecken auskommt, auch wenn die Trauer groß ist, bleibt die Gewissheit, eine großartige Kinoreise mitgemacht zu haben: Weil sie vor allem anderen zeigt, dass man sich mit dem Unvermeidlichen niemals abfinden muss.

Das Ende der Heldenreise ist "Avengers: Endgame" aber noch nicht. Nach "Spider-Man: Far From Home" (2019) und "Black Widow" (2021) sind bereits weitere Filme mehr oder weniger konkret geplant: "Spider-Man: No Way Home" soll am 16. Dezember in die Kinos kommen. "Doctor Strange In The Multiverse Of Madness" und "Black Panther: Wakanda Forever" folgen 2022. "Guardians of the Galaxy Vol. 3" ist für 2023 geplant. Und glaubt man den Worten von Valkyrie-Darstellerin Tessa Thompson, dann hat auch Thor noch nicht ausgehämmert.

Avengers: Endgame – So. 28.11. – ProSieben: 20.15 Uhr


Quelle: teleschau – der mediendienst GmbH

Der Trailer zu "Avengers: Endgame"

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