Robert Downey Jr.

Robert Downey Jr.
Geboren: 04.04.1965 in New York, USA

Robert Downey Jr. wurde schlagartig international bekannt, als er einen der Größten der Filmbranche spielte: Charlie Chaplin in Richard Attenboroughs Filmbiographie "Chaplin" (1992). Doch zu dem Zeitpunkt war Downey längst kein unbeschriebenes Blatt mehr.

Schon 1970 stand er in "Pound", ein Film seines Vaters Robert Downey sr., zum ersten Mal vor der Kamera. Doch in seiner Jugend studierte Downey Jr. erst einmal Ballett in London. Nach 1980 tauchte er dann des öfteren im Kino auf, zunächst in "Die Kade(tt)ppen-Akademie", wieder unter der Regie seines Vaters. 1983 spielte er neben Rosanna Arquette in "Baby, it's you", einem Film des renommierten Independent-Regisseurs John Sayles.

Rollen in College-Komödien und Jugenddramen

Danach wurde er, seinem Alter entsprechend, vor allem in College-Komödien und Jugenddramen eingesetzt. Nebenrollen spielte er unter anderem in "L.I.S.A. - Der helle Wahnsinn" (1985) von John Hughes, "Mach's noch mal, Dad" (1986) von Allen Metter und "Love Fighters" (1985) von Fritz Kiersch.

Zu dieser Zeit trat er auch in der bekannten amerikanischen TV-Show und Talentschmiede "Saturday Night Live" auf. Einen ersten größeren Erfolg hatte er 1987 als Junkie in "Unter null" von Marek Kanievska. Das trieb seine Karriere merklich voran. Anschließend sah man ihn in "Ein himmlischer Liebhaber" (1988) von Emile Ardolino, in "Das dreckige Spiel" (1989) von Joseph Ruben und in Roger Spottiswoodes "Air America" (1990).

Seine Leistung in "Chaplin" brachte ihm eine Oscarnominierung ein, ein neuer merklicher Karriereschub. Nun spielte er in so unterschiedlichen Filmen wie Robert Altmans Filmpuzzle "Short Cuts" (1993), Norman Jewisons Liebeskomödie "Nur für Dich - Only You" (1994) mit Marisa Tomei, Oliver Stones heftig umstrittenes Gewaltspektakel "Natural Born Killers" (1994), Michael Hoffmans Kostümfilm "Restoration - Zeit der Sinnlichkeit", der eigenwilligen Shakespeare-Adaption "Richard III." von Richard Loncraine und Jodie Fosters zweiter Regie-Arbeit, "Familienfest und andere Schwierigkeiten" (alle 1995).

Regelmäßige Auftritt in der TV-Serie "Ally McBeal"

Zu seinen weiteren Filmen zählen Mike Figgis' gelackter Partnertausch-Film "One Night Stand" (1997), Stuart Bairds "Auf der Jagd" (1998, die Fortsetzung von "Auf der Flucht") und - wieder für Altman - die erfolglose John-Grisham-Verfilmung "The Gingerbread Man" (1997). Neben Claudia Schiffer sah man Robert Downey Jr. 1999 in James Tobacks nicht gerade gelungenen Drama "Black & White", besser war dann schon wieder die Komödie "Bowfingers große Nummer", die Frank Oz nach einem Buch von Steve Martin inszenierte. Neil Jordans Psychothriller "Jenseits der Träume" (1999) zeigte Robert Downey Jr. an der Seite von Annette Bening und Aidan Quinn. Im Jahr 2000 spielte er nicht nur in Curtis Hansons wunderbarer Komödie Die Wonder Boys", sondern trat nun regelmäßig (22 Folgen bis 2002) in der beliebten TV-Serie "Ally McBeal" auf, wurde allerdings nach seiner Verhaftung vom Produzenten gefeuert.

Robert Downey Jr. lebte sieben Jahre lang mit der Schauspielerin Sarah Jessica Parker zusammen. Von 1992 bis 1996 war er mit Deborah Falconer ("Mr. Bluesman") verheiratet, deren Scheidung erst im April 2004 rechtskräftig wurde. Die beiden haben einen Sohn namens Indio. 1996 wurde Downey wegen Heroinbesitzes verhaftet. Im Dezember 1997 wanderte er wegen Verletzung der Bewährungsauflagen für 180 Tage in den Knast. Ende März 1998 wurde er frühzeitig entlassen, um sich in einer Rehabilitationsklinik behandeln zu lassen. Im November 2000 wurde Downey nach einem Szene-Tipp erneut wegen Drogen- und Waffenbesitzes verhaftet. Da er jedoch mit der Polizei kooperierte, wurde er nach einer Nacht gegen 15000 Dollar Kaution freigelassen. Seit August 2005 ist er mit der Produzentin Susan Levin (jetzt Downey) verheiratet.

Anschließend hatte er allerdings Schwierigkeiten, seinen Job halbwegs zufriedenstellend auszuführen, erst ab 2003 ging seine Karriere nach dem überwundenen Tief wieder steil nach oben. Er spielte in Werken wie etwa dem Horrorfilm "Gothika" (2003), in der wunderbar überdrehten Thriller-Komödie "Kiss, Kiss, Bang, Bang", der ambitionierten Regie-Arbeit "Good Night, and Good Luck" (beide 2005) von George Clooney, dem realitätsnahen "Zodiac - Die Spur des Killers" und in der Komödie "Charlie Bartlett" (beide 2007).

Riesen-Erfolg als Iron Man

Einen erneut großen Erfolg hatte er dann 2008 in "Iron Man" als schräger Wissenschaftler und Erfinder, der als Superheld von sich reden macht. Diese Figur verkörperte er auch in einem Kurzauftritt in "Der unglaubliche Hulk" (ebenfalls 2008), in "Iron Man 2" (2010), in "Marvel's The Avengers" (2012) und in "Iron Man 3" (2013). Ebenfalls erstaunlich war seine Leistung in der Kriegs- und Filmsatire "Tropic Thunder" (2008), in der er einen Schwarzen spielte. Mit der Titelrolle in "Sherlock Holmes" gelang ihm ein weiterer Höhepunkt in seiner wechselhaften Karriere. Seine unkonventionelle Darstellung des berühmten Roman-Detektiven brachte ihm 2010 einen Golden Globe ein. Natürlich übernahm er auch in der Fortsetzung ("Sherlock Holmes: Spiel im Schatten", 2011) wieder diese Rolle.

Weitere Filme mit Robert Downey Jr.: "Greaser's Palace" (1972, ungenannt), "Moving In - Eine fast intakte Familie" (1984), "Leben und Sterben in L.A.", "Mussolini: The Untold Story" (TV-Mehrteiler), "Tuff Turf", "Deadwait" (alle 1985), "America" (1986), "Dear America - Briefe aus Vietnam" (Stimme im Original), "Jack, der Aufreißer" (beide 1987), "Rented Lips", "Aufrecht gegen den Strom" (auch "Die Generation von 1969"), "Johnny Be Good" (alle 1988), "That's Adequate" (1989), "Too Much Sun - Ein Stich zuviel" (1990), "Lieblingsfeinde - Eine Seifenoper" (1991), "Vier himmlische Freunde" (1993), "Julius Caesar Superstar" (1994), "Die Muppets unterm Weihnachtsbaum" (1995), "Danger Zone - Zone des Todes" (1996), "Ein Mann für zwei", "Hugo Pool" (beide 1997), "Friends & Lovers" (1999), "Auto Motives" (2000), "Lethargy" (2002), "Charlie - Leben und Werk von Charles Chaplin" (Doku), "The Singing Detective", "Whatever We Do" (alle 2003) "Eros" (2004), "Family Guy" (TV-Serie, eine Folge, Sprecher), "Game 6 - Das Leben ist ein Spiel!" (beide 2005), "Fell - Eine Liebesgeschichte", "Shaggy Dog - Hör mal, wer da bellt", "Glück im Spiel", "A Scanner darkly - Der dunkle Schirm", "Kids - In den Straßen New Yorks" (auch Produzent, alle 2006), "Der Solist" (2009), "Due Date", "Stichtag" (2010), "Der Richter - Recht oder Ehre", "Kiss the Cook - So schmeckt das Leben" (beide 2014), "Avengers 2: Age of Ultron" (2015)


Zur Filmografie von Robert Downey Jr.
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