Im Jahr 1969 beginnt in der Gegend um San Francisco eine überaus mysteriöse Mordserie: Ein Mann schießt unvermittelt auf ein Liebespaar, dass sich des nächtens im Auto amüsieren will. In Briefen an die Presse nennt sich der Killer selbst "Zodiac" und gibt kryptische Rätsel auf. Obwohl die Ermittler zahlreiche Verdächtige haben, erfolgt mangels Beweisen keine Verhaftung. Während die Morde weitergehen, beginnt der junge Karikaturist des "San Francisco Chronicle", Robert Graysmith, mit seinen Recherchen, um den mysteriösen Fall zu klären ...

Wer von David Fincher ein ähnliches Werk wie "Sieben" erwartet hat, dürfte enttäuscht sein. Denn Fincher ging es um die Darstellung der Fakten, auch wenn er am Ende eine Auflösung der immer noch ungeklärten Mordserie liefert. Basierend auf den beiden "Zodiac"-Büchern von Robert Graysmith präsentiert Fincher ein packendes Stück Zeitgeschichte, konzentriert sich aber nicht auf Täter, sondern auf die Jäger, ohne sich dabei in endlosen Täter-Theorien zu verwuseln (was angesichts der vielen Möglichkeiten durchaus denkbar gewesen wäre). Er beschränkt sich auch nur auf die fünf nachweislich vom "Zodiac" verübten Morde und folgt nicht den vielen irreführenden Spuren, die der Killer bewusst legte. Denn er behauptete nicht nur, Sklaven für sein Dasein nach dem irdischen Leben zu sammeln, sondern bekannte sich zu insgesamt 37 Morden. Starke Darsteller und passendes Ambiente – etwa Don Siegels "Dirty Harry", der auch auf dem "Zodiac"-Killer beruht, wird nicht ausgespart – sorgen für beste Unterhaltung, die allerdings auch etwas Sitzfleisch erfordert.