Emilienne auf dem Friedhof von Doel

De Engel van Doel

KINOSTART: 20.09.2012 • Dokumentarfilm • Niederlande, Belgien (2011) • 76 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
De Engel van Doel
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Niederlande, Belgien
Laufzeit
76 Minuten
Regie

Bereits seit den Siebzigerjahren liegen Pläne vor, die einen Ausbau des Hafens von Antwerpen vorsehen. Diesen Plänen steht das flämische Dörfchen Doel im Weg. Seit bekannt wurde, dass Doel "sterben" wird, verließen die Bewohner nach und nach das kleine Städtchen. Doch zwischen leer stehenden und zerfallenen Häuser leben nach wie vor einige hartnäckige Bewohner, die ihre Heimat nicht verlassen wollen und sich den Abriss- und Neubaumaßnahmen widersetzen ...

Der niederländische Filmemacher Tom Fassaert dokumentiert in seinem Kinodebüt den hoffnungslosen Kampf um die letzte Häuser Doels. Das Schwarzweiß-Format unterstützt dabei die Tristesse, die vor Ort - zwischen Abrissruinen und Baufahrzeugen - anzutreffen ist. Doch mitten in dieser unwirtlichen Stimmung gibt es auch einen Funken Hoffnung, denn die 75-jährige Emilienne hält tapfer die Stellung und kämpft gegen die Bau- und Abrisspläne und dagegen, dass sie ihre Heimat verlassen soll. Die Dokumentation verfügt über tolle Bilder, aber das Thema dürfte hierzulande auf wenig Interesse stoßen.

Foto: arsenal distribution

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