"Da wo wir hinfahren, gibt's einen Wald voll mit den wunderschönsten Bäumen": Stümperhafter hat wohl noch nie ein Vater versucht, seine Kinder vom Umzug in ein entlegenes neues Zuhause mit viel Grün und wenig Zivilisation zu überzeugen. Teenager-Mädchen Beth (Delilah Bennett-Cardy) haut es ihm sogleich um die Ohren. "Bäume sind wirklich das Langweiligste auf der Welt!" Der kleine Joe (Phoenix Laroche) hat den Wald und die Bäume derweil schon wieder vergessen. "Gibt's da Internet?" Nein, da, wo die Familie Thompson hinfährt, gibt es kein Internet. Die Bäume da sind aber wirklich cool – viel mehr noch, als selbst der Papa es sich je erträumt hätte.
Der Vater Tim wird verkörpert von Andrew Garfield, die Mutter Polly von Clare Foy. Drei Kinder haben die Eltern bei ihrem Start in ein völlig neues Leben dabei – neben den besagten Beth und Joe auch noch Fran (Billie Gadsdon). Die Thompsons wollen gerne mehr Natur und weniger Technologie, Tim und Polly gründen ihre eigene Tomatenfarm. Weil so eine Tomatenfarm auch fürchterlich langweilig ist, gehen die Kinder schließlich doch in den Wald, und damit beginnt für sie ein fantastisches Abenteuer.
Enid Blytons "Zauberwald"-Reihe ist hierzulande längst nicht so bekannt wie etwa ihre "Fünf Freunde"-Bücher oder "Hanni und Nanni", passt aber besonders gut in die heutige Zeit. Jugendromane, die Magie und Natur vermischen, stehen seit Jahren hoch im Kurs, entsprechende Filmproduktionen ebenso. "Der Wunderweltenbaum" (veröffentlicht im Jahr 1943) wurde von Regisseur Ben Gregor nach einem Drehbuch von Simon Farnaby verfilmt und setzt auf hochkarätig besetzte Fantasy-Unterhaltung für die ganze Familie, im besten Fall noch mit pädagogischem Effekt.
Beth, Joe und Fran jedenfalls stoßen im Wald sehr bald auf einen magischen "Wunderweltenbaum", in dem ihnen viele verrückte, kunterbunte, lustige Figuren begegnen. Eine Fee namens Seidenhaar zum Beispiel, ein Mondgesicht und ein Pfannenmann, dann noch Sir Namenlos, Mr. Oom Boom Boom und Frau Wasch. Mit diesen ziemlich ulkigen Gestalten reisen die Kinder in die unterschiedlichsten Welten, eine bezaubernder als die andere. Nach Internet fragt bald schon niemand mehr. Nur vor der bösen Madame Klaps, warnt man die Kinder, sollen sie sich unbedingt hüten ...