Der Zimmermann Jesus von Nazareth wandert in die Wüste und widersteht den Versuchungen des Satans. Er schart Jünger um sich, tritt als Verkünder auf und tut Wunder. Auf sein Drängen hin erfüllt Judas wider Willen seine Mission und verrät seinen Herrn. Jesus wird verurteilt und ans Kreuz genagelt. Hier scheint die Rettung zu erfolgen: Ein blondes Mädchen gibt sich Jesus als Schutzengel zu erkennen. Es führt ihn zu Maria Magdalena, jener Prostituierten, die Jesus einst verschmähte. Er gründet mit ihr eine Familie, lebt ein normales Leben, wird alt. Am Sterbebett besuchen ihn die Jünger. Jesus erkennt, seine Mission verraten zu haben und entscheidet sich nun bewusst für das Martyrium. Es stellt sich heraus, dass dieses "Leben" nur ein Traum des Gekreuzigten war.

Scorsese verlieh seiner Verfilmung des Lebens Christi eine eigenwillige Note und stellt den Gottessohn sehr menschlich dar. Seinerzeit war das Werk skandalumwittert und wurde als blasphemisch tituliert, ohne dass die (vor allem kirchlichen) Kritiker den Film gesehen hatten. Insgesamt handelt es sich aber um eine bemühte Umsetzung des biblischen Stoffes, an dem die Musik von Peter Gabriel noch das Interessanteste ist.