Stefan Zöllner (Lucas Gregorowicz) verließ als junger Mann Bochum, um sich eine neue Existenz als Mime in München aufzubauen. Nach dem Tod seines Vater reist er erstmalig in die Industriestadt an der Ruhr zurück. Geplant ist, die Angelegenheiten so schnell wie möglich abzuwickeln. Allerdings kommt alles anders.

Stefan trifft auf seine alten Schulfreunde, Verwandte - und seine Jugendliebe Charlie (Anna Bederke). Plötzlich reißen alte Wunden auf und verdrängte Probleme kochen hoch. Der Wahlbayer muss sich mit diesen auseinandersetzen und erkennt dabei, dass sein damaliges Leben gar nicht so schlecht war, wie er immer geglaubt hatte. Nun steht er vor der Entscheidung: bleiben oder nach München zurückkehren?

Kurzweiliges Amusement

Die Handlung der Komödie ist wenig innovativ und erinnert an "Lommbock" (2017), denn auch hier kommt ein Mann nach längerer Abwesenheit in seine Heimatstadt zurück, aus der er einst geflohen war. Nicht nur der Plot ist gleich, sondern auch der Schauspieler, der den Hauptcharakter verkörpert: Lucas Gregorowicz. Ihm scheint die Rolle des Rastlosen, der nach seinem Platz in der Welt sucht, wie auf den Leib geschnitten zu sein.

Leider gelingt es Regisseur und Drehbuchautor Sönke Wortmann nur mäßig, das teilweise tiefsinnige Sujet der Konfrontation mit der Vergangenheit zu inszenieren. Die Story ist etwas oberflächlich und die Liebesgeschichte ziemlich kitschig. Zum Glück tröstet der Humor über diese Defizite hinweg: In gelungenen Spitzen werden die Stereotypen des Ruhrpotts auf die Schippe genommen.