Stefan (Lucas Gregorowicz) und Kai (Moritz Bleibtreu), früher Kiffer und Pizzalieferanten mit einem ganz besonders glücklich machenden Angebot auf der Karte, sind älter geworden – aber nicht unbedingt reifer.

So schmiedet Stefan fleißig Hochzeitspläne mit seiner besseren Hälfte Yasemin (Melanie Winiger), die nur durch nicht-vorhandene Dokumente torpediert werden. Um die fehlenden Schriftstücke zu organisieren reist er kurzerhand nach Hause, wird dann aber mehr aufgehalten, als es ihm lieb sein kann: Er trifft auf Kai, der noch immer im Bringdienst-Business tätig ist und einfach nicht erwachsen werden will. Und auch seine alte Flamme sowie die ein oder andere Tüte Cannabis machen Stefan das Vorankommen schwer.

Lieber solide fortgesetzt als schlecht neu gemacht

Danny Boyle ("Trainspotting - Neue Helden") machte es vor, Christian Zübert macht es nach: Beide Regisseure inszenierten vor langen Jahren jeweils eine Komödie über eine Clique von Drogenkonsumenten, die sie nun mit einigem Abstand fortsetzen. Ähnlich wie auch seinem britischen Kollegen fehlt es Zübert – trotz der zeitlichen Distanz und der Möglichkeiten, die es auf diese Weise für die Figuren gibt, – an grundsätzlicher Originalität gegenüber dem Vorgänger. Der Plot bleibt bis zum Ende vorhersehbar.

Dafür kommen Fans von "Lammbock" umso mehr auf ihre Kosten, wenn Gregorowicz und Bleibtreu, die Darsteller der skurrilen Hauptfiguren, ihren alten Charme spielen lassen oder eine Anspielung auf den früheren Erfolg die nächste jagt. Die abstrusen Situationen und schrägen Dialoge sorgen dabei für ein wahres Lachfest.