Hinter der scheinbar friedvollen Bezeichnung "Baum der Erlösung" verbergen sich tragische Schicksale. An den Ästen dieses Baumes in einem Waldstück in der Nähe der Tiroler Marktgemeinde Telfs haben sich innerhalb nur eines Jahres drei türkische Mädchen und ein junger Mann erhängt, weil sie einer Zwangsehe entgehen wollten. Seitdem trägt der Baum diesen Namen. Als dort die junge Türkin Ayse Ozbay tot aufgefunden wird, geht die Polizei zunächst ebenfalls von einem Selbstmord aus. Doch bei der Obduktion werden Spuren von Gewaltanwendung entdeckt und der Tiroler Freund des Mädchens wird vermisst. Als seine Leiche mit eingeschlagenem Schädel in einem See entdeckt wird, drängt sich Wiener Chefinspektor Moritz Eisner und seinem Tiroler Kollegen Franz Pfurtscheller ein schlimmer Verdacht auf ...

Das Thema ist durchaus brisant, wurde aber von "Tatort"-Regiedebütant Harald Sicheritz ("Poppitz", "Hinterholz 8") arg klischeelastig und auch recht zäh in Szene gesetzt. Das an sich gelungene Drehbuch lieferte einmal mehr der Dramatiker und Schauspieler Felix Mitterer ("Alle für die Mafia", "Krambambuli", "Andreas Hofer"), der für Krassnitzer schon die Episode "Tatort - Granit" verfasste.

Foto: RBB/ORF/Cult-Film/Bernhard Berger