Ermitteln in ihrem letzten Fall: Maximilian
Brückner (M.) und Gregor Weber (r.)

Tatort

KINOSTART: 25.05.2012 • Krimi • Deutschland (2012) • 150 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Tatort Gutfleischstraße
Produktionsdatum
2012
Produktionsland
Deutschland
Laufzeit
150 Minuten

Eine junge Frau überquert am frühen Morgen panisch eine stark befahrene Autobahn. Wenig später ist sie tot, liegt erschlagen in der Nähe einer Hochhaussiedlung. Erste Untersuchungen ergeben: Die junge Frau ist abgemagert, dehydriert und hat wohl lange kein Sonnenlicht mehr gesehen. Die beiden Hauptkommissare Kappl und Deininger finden schnell heraus, dass das Opfer vor Jahren als kleines Mädchen entführt wurde und bis heute als vermisst galt. Dann taucht plötzlich eine zweite junge Frau auf, die ebenfalls lange vermisst war. Sie lebt, ist jedoch völlig verstört. Offenbar wurden beide Mädchen vom selben Täter entführt und unter unmenschlichen Umständen festgehalten. Für die Ermittler beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, den sie ahnen: Der Entführer könnte noch weitere Mädchen in seiner Gewalt haben ...

2006 trat Maximilian Brückner als "Tatort"-Hauptkommissar Franz Kappl die Nachfolge des Saarbrücker Ermittlers Max Palu alias Jochen Senf an. Sein Kollege, der emotional engagierte Ermittler Stefan Deininger alias Gregor Weber, brachte da schon einige "Tatort"-Erfahrung mit. Das ungleiche Paar lockte mit der ersten gemeinsamen Episode "Tatort - Aus der Traum" rund 6,7 Millionen Zuschauer vor den Bildschirm. Ein Quotenerfolg, den das Team durchaus auch bei den nachfolgenden Fällen halten konnte. Doch trotz der guten Zahlen beschloss der Saarländische Rundfunk, das Team Kappl/Deininger - zur Überraschung von Brückner und Weber - in den frühzeitigen Ruhestand zu schicken. Den beiden hätte man einen würdigeren Abschied gewünscht, denn der letzte Fall, den Routinier Hannu Salonen ("Tatort - Bittere Trauben", "Tatort - Hilflos") nach einem Drehbuch von Khyana el Bitar und Dörte Franke in Szene setzte, strotzt nur so vor Unglaubwürdigkeit und ist noch dazu äußerst plakativ in düster-abschreckenden Bildern inszeniert. Da darf man schon gespannt sein, ob solche Storys dem zukünftigen Saarländer Ermittler-Duo Devid Striesow/Elisabeth Brück erspart bleiben.

Foto: SR/Manuela Meyer

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