Eine sensationsgeile Horde von Journalisten folgt zwei gestörten Geiselnehmern auf ihrer Flucht durch die Republik. Auch in andere Teilen des Landes regiert der Wahnsinn. Während in Rassau ein Asylbewerberheim brennt, feiern Neonazis ihren neuen Führer und die Geburtsstunde des vierten Reiches. Der Sozialarbeiter Horst Fricke bleibt dabei auf der Strecke. Bei dem Versuch, eine polnische Familie nach Rassau zu bringen, wird er von Nazis ermordet und die Familie verschleppt. Inspektor Körn und seine Kollegin Margret nehmen die Ermittlungen auf und geraten in Rassau mitten hinein in einen braunen Sumpf der ideologischen und religiösen Idiotie ...

Einmal mehr ein Werk von Christoph Schlingensief, an dem sich die Geister scheiden. Nach "100 Jahre Adolf Hitler - Die letzten Stunden im Führerbunker" und "Das deutsche Kettensägenmassaker" ist dies der letzte Teil der so genannten Deutschland-Trilogie und gleichzeitig ein radikales Statement zur deutschen Befindlichkeit Ende der Achtziger- und Anfang der Neunzigerjahre. Schlingensiefs derber und blutiger Reflex auf die brutale Wirklichkeit des neuen Deutschland ist sicherlich einmal mehr nicht jedermanns Geschmack.

Foto: ZDF/Reinhard Köcher