Klimatologe Adrian Hall hat bereits vor einer möglichen Klimakatastrophe gewarnt. Doch das diese so rasend schnell eintritt, hat auch er nicht erwartet. Als sich infolge der Erderwärmung die Strömung des Golfstroms ändert, droht der nördlichen Hemisphäre eine neue Eiszeit, die dann tatsächlich binnen weniger Tage eintritt. Da sich Halls Sohn just beim Eintritt der Katastrophe in New York befindet, macht sich auch der Forscher zur Rettung auf den Weg in die vereiste Metropole ...

Was Roland Emmerich hier an Bildern bietet, ist mehr als nur beeindruckend: Tornados verwüsten Los Angeles, Flutwellen erfassen New York, das später im Eis ertrinkt. Der Hintergrund dieses apokalyptischen Szenarios ist leider ein realer. Denn eine erneute Eiszeit ist tatsächlich denkbar, wenn auch nicht in wenigen Tagen. Hätte Emmerich statt nur auf die Brillanz der atemberaubenden Bilder geachtet - etwa das Schiff, das die Straßen New Yorks passiert - und mehr Wert auf Detailgenauigkeit gelegt, ihm wäre zweifelsfrei ein Meisterwerk gelungen. So ist das Spektakel immerhin eine bildgewaltige Endzeitvision. "The Day After Tommorrow" ist nach "Independence Day" der zweite Teil von Emmerichs Weltuntergangs-Trilogie, die er 2009 mit "2012" abschloss.

Foto: Fox