Errol Babbage ist seit Jahren Bewährungshelfer für Sexualstraftäter. Täglich taucht er in den Sumpf aus verqueren Begierden und perversen Sexspielchen. Er kennt seine Schützlinge genau und weiß, wer wieder straffällig wird. Sein oft hartes Vorgehen (maskiert prügelt er lauernde Vergewaltiger nieder) sorgt allerdings für viele Beschwerden und da sich "die Belästiger belästigt fühlten", muss er schließlich seinen Platz räumen. In nur 18 Tagen soll er seine Nachfolgerin einarbeiten. Ausgerechnet jetzt liegt eine Entführung vor, von der Babbage behauptet, die Hintergründe zu kennen ...

Wenn Richard Gere einen ambivalenten Unsympath spielen darf, ist er am besten. So auch in diesem überaus deftigen Werk des chinesischen Meisterregisseurs Wai-keung Lau ("Infernal Affairs"): Vom unmoralischen Verhalten seiner Schützlinge gleichsam fasziniert wie angewidert, schreckt er auch vor Selbstjustiz nicht zurück und tapert scheinbar eiskalt durch die Untiefen menschlicher Seelenwelten. An seiner Seite: eine oftmals verstörte Claire Danes als gelehrige Schülerin. Achten Sie auf die überzeugend aufspielende Rockröhre Avril Lavigne, die Opfer eines brutalen Mordes wird. Ob seiner Härten ist dieser Streifen sicherlich nichts für Zartbesaitete, aber ungemein packend.

Foto: Kinowelt