Irgendwie ein Film, bei dem es einem so vorkommt, als hätte man ihn schon hundert Mal gesehen: Seit seine Geliebte in die Hände eines Serienmörders geriet, ist FBI-Agent Joel Campbell nur noch ein menschliches Wrack, zumal er die Freundin hätte retten können. Um die furchtbare Vergangenheit hinter sich zu lassen, ging Campbell von L.A. nach Chicago. Doch der Killer ist ihm gefolgt. So geht das Mörderspiel auch in Chicago munter weiter. Als der Täter Campbell Fotos seiner nächsten Opfer zuschickt, beginnt ein perfides Spiel: Der FBI-Agent hat exakt 24 Stunden Zeit, das Opfer zu retten. Nach zwei vergeblichen Versuchen steht Campbells Psychotherapeutin auf der Abschussliste ...

James Spader versucht als heruntergekommener Cop sein Bestes, Keanu Reeves wirkt als Psychopath hölzern und unglaubwürdig - wie meist - und Marisa Tomei scheint als Psychologin sichtlich überfordert. Von der vorhersehbaren, mitunter unlogischen Story einmal abgesehen, nervt die Video-Clip-Ästhetik auf Dauer gewaltig. Hier standen offensichtlich zu gewollt Werke wie "Sieben" Pate. 

Foto: Tobis