So hatte sich Julien (Regisseur Pierre Grasset)
den Überfall nicht vorgestellt

Überfall im Morgengrauen

KINOSTART: 05.06.1975 • Gangsterfilm • Frankreich (1975) • 90 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Quand la ville s'éveille
Produktionsdatum
1975
Produktionsland
Frankreich
Laufzeit
90 Minuten

Zwar hat sich der alternde Bankräuber Julien Leroy längst in den "Ruhestand" nach Spanien zurückgezogen, doch dann lässt sich doch noch einmal zu einem letzten Coup überreden. Minutiös bereitet er mit alten Kollegen den Überfall auf einen Geldtransport in Paris vor. Bei der Ausführung kommt es allerdings zu Komplikationen. Als Julien mit seinen als Polizisten getarnten Komplizen einen Unfall vortäuscht und das hilfsbereite Wachpersonal überwältigt, macht der übereifrige junge Fotograf Rizzi brisante, aussagekräftige Fotos von Tat und Tätern. Da Rizzi kein Polizistenfreund ist, behält er die Fotos zunächst für sich und übergibt sie schließlich der Presse. Es beginnt die Jagd der Polizei nach den abgebildeten Tätern und die der Gangster nach dem einzigen Augenzeugen. Um diesen in Schach zu halten, entführt Juliens Kumpan Jo Rizzis Freundin Sophie ...

Frankreich ist für seine harten Gangsterfilme bekannt, man denke nur an die Melville-Klassiker "Die Millionen eines Gehetzten", "Der Teufel mit der weißen Weste" oder "Der eiskalte Engel", die dem Genre zu neuer Blüte verhalfen und spätere Werke wie die Verneuil-Streifen "Der Clan der Sizilianer" oder "Der Mann aus Marseille" stark beeinflussten. So auch diesen Genrefilm, die einzige Regiearbeit des Schauspielers und Drehbuchautors Pierre Grasset ("Rififi", "Der Draufgänger"), der bereits 1959 unter Melvilles Regie in "Zwei Männer in Manhattan" vor der Kamera stand. Allerdings krankt Grassets Regiearbeit an dem nicht sonderlich einfallsreichen Drehbuch und die schauspielerischen Leistungen sind ebenfalls nur durchschnittlich.

Foto: ZDF/Centerpoint

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