Wara No Tate - Die Gejagten

KINOSTART: 10.07.2014 • Thriller • Japan (2013) • 117 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Wara no tate
Produktionsdatum
2013
Produktionsland
Japan
Laufzeit
117 Minuten
Music
Kamera

Nachdem seine Enkeltochter brutal getötet wurde, setzt Ninagawa Takaoki, einer der reichsten Männer Japans, eine Millarden Yen auf den Kopf des Täters aus. Er kauft nicht nur Anzeigen in allen wichtigen Zeitungen des Landes, sondern präsentiert seinen Kopfgeld-Aufruf auch im Fernsehen. Mit dem eher unscheinbaren Kiyomaru Kunihide ist schnell der Mörder des Mädchens identifiziert. Der sieht angesichts des ihm entgegenschlagenden Hasses der gesamten Bevölkerung und der Gier nach dem immens hohen Kopfgeld sein einziges Heil darin, sich der Polizei zu stellen. Die allerdings hat schnell das Problem, den Täter schützen zu müssen. Unter dem Kommando von Leutnant Kazuki Mekari werden fünf Mann damit beauftragt, Kunihide lebend ins Polizei-Hauptquartier zu bringen. Schnell sehen sie sich einer geldgierigen Meuchelmördermasse gegenüber und ein scheinbar aussichtsloser Kampf nimmt seinen blutigen Lauf ...

Wieder einmal überrascht der eigenwillige japanische Filmemacher Takashi Miike ("Dead or Alive", "Audition", "13 Assassins") mit atemberaubender Action und furiosen Stunts. Der als Schnellfilmer verschrieene Miike (er kurbelt durchschnittlich drei Filme im Jahr herunter) blieb stets dem Wechsel von billigem Trash-Kino (inklusive Soft-Pornos), Kinderfilmen, blut- und bleihaltigen Actionstreifen und hochprofessionellen Kunstfilmen treu und hat nun wieder ein bemerkenswertes Werk geschaffen, das endlich wieder einmal den Weg in unsere Kinos fand. Die relativ simple Story (Erinnerungen an Clint Eastwoods "Der Mann, der niemals aufgibt" werden wach) dient dazu, eine Menge beachtlicher Actionsequenzen zu präsentieren, die ihresgleichen suchen. Doch wer gedacht hat, hier geht ers nur darum, sieht sich schnell getäuscht. Denn in vielen starken Dialogszenen geht es dem Regisseur auch um die Verdichtung seiner Protagonisten und deren mitunter hochkomplizierten moralischen Konflikte. Stark!

Foto: Warner

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