In der Wäscherei dampft und zischt es bereits, wenn die Arbeiter im verqualmten Pausenraum ihre Morgenzigaretten ausdrücken. Es ist 7.00 Uhr, die Arbeit beginnt. Während die energische Tatjana noch müde die feuchten Servietten in die fauchende Mangel steckt, kämpft die zurückhaltende Gerti mit Büstenhaltern, die sich im Waschnetz verfangen haben. Oben dröhnt und vibriert es, das Dach der Wäscherei wird erneuert. Hinten wummern die großen Wäschetrockner und im Keller werden krachend die alten Wasserleitungen rausgerissen. Ein Ventil verstopft – das Chaos ist perfekt ...

Die aus Hamburg stammende Dokumentarfilmerin Susan Gluth taucht hier in eine in die Jahre gekommenen Wäscherei in ihrer Heimatstadt ein und zeigt den mühevollen und harten Arbeitsalltag von drei weiblichen Angestellten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Das ist sicher gut gemeint, doch wer schaut sich einen solchen Film im Kino an?

Foto: Susan Gluth