Es ist einfach nur noch zum Heulen, was das Team Coraci/Sandler hier unter der irreführenden Bezeichnung "Komödie" verkauft: Der doofe Bobby ist zwar schon 31, aber geistig auf dem Niveau eines zurückgebliebenen Zehnjährigen. Seine Lebensaufgabe besteht darin, an die Cracks vom örtlichen Football-Team bei Spiel und Training Erfrischungen auszuteilen. Natürlich ist er, der stotternde, sabbernde Vollidiot, Zielscheibe des Spotts. Das alles lässt ihn herzlich kalt, aber wehe, jemand sagt ein abwertendes Wort über seine heißgeliebte Mami. Dann sieht der blöde Bobby rot und rennt alles platt. So ist er natürlich eine wertvolle Ergänzung für das Football-Team. Und da ist noch die aufgetakelte Rockerbraut Vicki, die aus irgend welchen unerfindlichen Gründen Gefallen an Bobby findet und ihn anzumachen versucht. Was zu schweren Konflikten mit Mami führt...

Nach der Mainstream-Komödie "Eine Hochzeit zum Verlieben" (1998) mit Drew Barrymore gehen Coraci und Sandler offenbar zu ihren Ursprüngen zurück, und das war die Sportkomödie "Happy Gilmore - Ein Champ zum Verlieben". Hier blödelte sich Sandler zwar hirnlos, aber durchaus amüsant als verhinderter Eishockey-Spieler durch das piekfeine Golfer-Milieu. In "The Waterboy" funktioniert das hinten und vorne nicht. Denn man muss schon ebenso bescheuert sein wie die Hauptfigur, um diesem Muttersöhnchen so etwas wie Sympathie entgegenzubringen. Das egozentrische, nirgends komische Chargieren Sandlers ruiniert den ganzen Film. Dabei sind einige Einfälle, für sich genommen, gar nicht übel, so die stets besoffen unter dem Tisch liegenden Cheerleader. Doch das Schmunzeln über derlei nette Scherze verpufft schnell, wenn Sandler wieder loslegt. Trotzdem: In den USA zählte die Klamotte zu den Top-Verdienern des Kinojahres 1998.