Wer hat Angst vor Rot, Gelb, Blau? - Der junge wilde Maler Matthias Banuscher jedenfalls nicht. Matthias ist ehrgeizig und begabt und will Karriere machen. Doch zwischen den noblen Berliner Museen und Galerien, in denen die Bilder der erfolgreichen Maler hängen und dem abrißreifen Garagenatelier von Banuscher liegen Welten. Für die Miete, das Essen und seine Farben sorgt Banuschers Freundin Francis, die tagsüber hart am Fließband in einer Glühbirnenfabrik arbeitet. Nachts sitzt sie ihrem Freund oft noch Modell. Francis liebt Matthias sehr, und sie glaubt fest an ihn. Wenn seine Bilder erst Geld einbringen, will sie mit der Fabrikarbeit aufhören und ihre eigenen Zukunftspläne verwirklichen. Banuschers Bilder werden immer besser, vor allem seine Porträts von Francis. Seine erste Ausstellung droht jedoch zum Desaster zu werden. Doch dann taucht Banuschers berühmter Lehrer Starngard auf und bringt den einflußreichen Galeristen von Sell mit. Dieser macht ihm ein lukratives Angebot für seine Francis-Porträts. Francis ist selig und macht sich schön, um mit Matthias den Erfolg zu feiern. Doch der ist plötzlich wie ausgewechselt. Knall auf Fall verläßt er Francis und feiert am Abend in von Sells Nobelgalerie ohne sie seine neue Karriere. Für Francis bricht eine Welt zusammen. Verzweifelt, aber mit ausgeklügelter Taktik versucht die junge Frau, ihr demoliertes Selbstwertgefühl wieder zurückzugewinnen und begibt sich auf einen leidenschaftlichen Rachefeldzug.

Heiko Schier erzählt mit leisem, gelegentlich boshaftem Witz eine emotional packende Liebesgeschichte, in der es um Leidenschaft und Abhängigkeit, Kreativität und Zerstörung, Vertrauen und Verrat geht. Rainer Fetting malte für diesen Film die "wilden" Bilder von Matthias Banuscher.