Der 13-jährige Tobias wurde bisher vom Leben nicht verwöhnt. Aufgewachsen bei seiner völlig überforderten jungen Mutter und in schwierigen sozialen Verhältnissen, hat Tobias früh lernen müssen, alleine zurechtzukommen. Wer sein Vater ist, weiß der Junge nicht, und obwohl Tobias oft einsam ist und sich die Geborgenheit einer richtigen Familie wünscht, würde er das niemals offen zugeben. Er lebt nach dem Motto: Was mir das Leben nicht freiwillig gibt, das nehme ich mir eben! So kommt ihm der sympathische neue Nachbar Max Feldkamp gerade recht…

Regisseurin Karola Hattop ("Scheidung mit Hindernissen", "Das Schloss meines Vaters", "Ich schenk dir meinen Mann") inszenierte mit "Wer küsst schon einen Leguan" einen der besten Jugendfilme der letzten Jahre: glaubhafte Charaktere, treffsichere Personenzeichnung, turbulent-chaotische Verwicklungen und starke Darsteller runden das Vergnügen ab. Besonders hervorzuheben ist hier der 1989 geborene Frederick Lau als Tobias. Lau, der 1999 Berliner Judo-Meister war und begeisterter Inline-Skater ist, hat schon mit kleineren Rollen wie etwa in "Die Polizistin", "Wie angelt man sich einen Müllmann?", "Jonathans Liebe", "Drei Stern Rot", "Der Brief des Kosmonauten", "Das fliegende Klassenzimmer" und "Rotlicht - Im Dickicht der Großstadt" gezeigt, dass nun seine Zeit als Hauptdarsteller gekommen ist.

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