Schon seit geraumer Zeit steht die SEK-Einheit um Kevin und Mendes unter Beobachtung der wachsamen Augen des höhergestellten Polizisten Harthmann. Der sieht sich in seinem Missfallen an der Arbeit der Einheit bestärkt, nachdem ein Einsatz der Sonderermittler in Sachsen-Anhalt im Desaster endet. Eigentlich sollten sie eine Wohnung hochnehmen, die eine Horde von Kriminellen als ihr Hauptquartier auserkoren hatte. Allerdings kostete das überaus gewaltvolle Vorgehen der Polizisten zwei der Verdächtigen das Leben, ein dritter konnte entkommen und einer der Polizisten wird lebensgefährlich verwundet. Als dann bei einem weiteren harten Vorgehen gegen zwei Jugendbanden zwei Polizisten erschossen werden, bringt das das Fass zum überlaufen. Derweil gerät der Jugendliche Nasim, der unbedingt Mitglied in einer der Banden, egal welcher, werden will, schließlich zwischen die blutigen Fronten ...

Spannend und ungeschönt

Ein Thriller, der für deutsche Verhältnisse recht deftig den mitunter harten Alltag von Großstadt-Polizisten schildert. Von Regisseur Philipp Leinemann spannend und ungeschönt erzählt, ziehen die durchweg guten Darsteller den Zuschauer schnell in den Bann der harten Kriminalgeschichte. Auch wenn die Bildgestaltung (und vielleicht auch die namhaften Schauspieler) eher an durchschnittliche TV-Kost (zumal ZDF und arte mitproduziert haben) erinnert, die ambivalente Story, in der die meist klare Grenze zwischen Gut und Böse völlig verwässert wird, und die Bilder tun dies zweifelsohne nicht. Denn so radikal, brutal und überwältigend wie überraschend zu erzählen, traut man sich in der deutschen Fernseh-Landschaft nur ganz selten. So wundert es nicht, dass dieses Werk – zum Glück – seinen Weg in die Kinos fand. Die knüppelharte Unterhaltung ist sicherlich nichts für Zartbesaitete.