Der Fotograf und Künstler JR porträtiert Frauen in Elendsvierteln rund um den Globus und plakatiert ihre Fotos in Riesenformaten in ihrer Umgebung. Wie in den brasilianischen Favelas ähnelt auch in Indien der Alltag der Frauen einem Drahtseilakt zwischen Tradition und Moderne. In Kenia prägen Instabilität und chaotische Verhältnisse das Leben der weiblichen Bevölkerung. Und in der traditionell matriarchalischen Gesellschaft Kambodschas sind es die Frauen, die sich der gewaltsamen Enteignung durch Immobilienriesen widersetzen. Sie alle stehen mit beiden Beinen fest im Leben. Lachen und Weinen liegen bei ihnen stets nah beieinander, und mitunter blicken sie sogar dem Tod ins Auge.

Die Protagonistinnen des Dokumentarfilms verfügen nicht über viel Besitz, aber sie teilen ihre armselige Habe großzügig mit anderen. Oft liegt eine schmerzhafte Vergangenheit hinter ihnen, doch sie kämpfen unverzagt für eine bessere Zukunft. Der Dokumentarfilm des Fotografen und Künstlers JR zeigt den Mut und die Würde dieser Frauen.

Foto: arte F/© Christopher Shay