Hals über Kopf verliebt sich die Jungjournalistin Vanessa in New York in den gutaussehenden, empfindsamen Romeo. Dann muss sie zurück nach Hamburg, um einen neuen Job anzutreten. Glücklicherweise stammt auch ihr Romeo aus der Hansestadt, und so steht einem gemeinsamen Glück nichts im Weg. Außer natürlich, dass sich der tolle Romeo als fader Spießer entpuppt. Das Problem dabei: Vanessa, inzwischen Vizechefin eines größeren Szeneblattes, ist schwanger. Sie entscheidet sich zunächst für einen Schwangerschaftsabbruch. Dann versöhnt sie sich mit Romeo - und verkracht sich neu. Die Karre ist endgültig verfahren: Job, Kind und Beziehungskiste lassen sich einfach nicht mehr unter einen Hut bringen...

Beziehungskomödien haben im deutschen Kino der letzten Jahre einen beispiellosen Boom erlebt. Nach einem kurzen Feuerwerk an den Kassen, wo Filme wie "Irren ist männlich" (1996) mit guten Einspielergebnissen überraschten, ging es mit dem Genre wieder rapide bergab. Mit schematischen Storys und unglaubhaften Charakteren hatten die Filmemacher das Vertrauen des Publikums in kürzester Zeit wieder verspielt. Die TV-Produktion "Zur Zeit zu zweit" bemüht sich dagegen auch um ernsthafte Töne. Das immerhin hebt sie aus dem Einerlei der sonst üblichen, flachen Belanglosigkeiten heraus.