Im New York der Siebzigerjahre hatte das No- bzw. New-Wave-Kino Hochkonjunktur. Hier spielten Filmemacher wie Jim Jarmush, Amos Poe, John Waters und Lizzie Borden eine ebenso bedeutsame Rolle wie Musiker und Schauspieler John Lurie, Lydia Lunch oder Debbie Harry und auch die Karriere von Independent-Schauspielgröße Steve Buscemi nahm hier ihren Anfang. Für die Dokumentarfilmer Céline Danhier Grund genug, diese Zeit genauer unter die Lupe zu nehmen.

Mit Filmschnipseln (hier hätten einige Ausschnitte durchaus länger sein dürfen) zeigt die Regisseurin jene überaus lebendige Kunst- und Kulturszene des East Village, die vor Stil- und Kunstrichtungen nicht halt machte und eine Vielzahl ungemein kreativer Künstler hervorbrachte. Viele davon scheinen heute nahezu (ob zu Recht oder Unrecht sei dahingestellt) vergessen, wenige hingegen haben den Independent-Status längst hinter sich gelassen und gehören mittlerweile zur Elite der Filmschaffenden. Vieles, was hier gezeigt wird (Interviews, Filmausschnitte), ist ungeheuer interessant (etwa auch die damaligen Lebensumstände diverser Künstler) weil erstaunlich provokativ, aber oft leider recht fahrig zusammengestellt.

Foto: Rapid Eye Movies