Der Filmemacher Sami Saif sucht seinen Vater. Aber das hat eine schreckliche Vorgeschichte: Der aus einem arabischen Land stammende Vater ist verschollen, die Mutter hat der Alkohol dahingerafft, der Bruder hat sich das Leben genommen.Die Suche beginnt auf Ämtern und setzt sich fort in dramatischen und emotionsgeladenen Telefonaten. Unterstützt wird der Sucher von seiner Partnerin Phie Ambo, der Ko-Regisseurin und Kamerafrau des Films. Angst und Zweifel und die Versuchung, die Suche hinauszuschieben, können gemeinsam überwunden werden. Die Spur führt in den Jemen. Dahin geht die Filmreise und konfrontiert die Filmemacher mit einem unüberschaubar großen Familienclan, der den Sohn aus dem fernen Europa mit überwältigender Gastfreundschaft umfängt. Neue Onkel, neue Tanten, neue Nichten und neue Neffen, dazu die Gräber der Ahnen. Und Waleed, ein Bruder, ein halber, aus des Vaters erster Ehe, mit dem es eine sehr gute Verständigung gibt. Das alles ist für den willkommenen Gast höchst angenehm - bis auf die Vorstellung, er könnte zu Hause von soviel Verwandtschaft umgeben sein.Und der Vater, der immer noch nicht aufgetaucht ist, und über den es so viele bunte Geschichten zu hören gibt? Den wiederzusehen scheint der Sohn fast zu befürchten, ist doch zuviel aus der wenig angenehmen Vergangenheit zurückgeblieben. Wenn sich der Erzeuger aber schließlich am Telefon meldet, ist der Film an sein Ende gekommen und der Sohn ist sein Problem los.