Die junge Lehrerin Laurence geht ganz in ihrem Beruf auf, obwohl ihr der Schulalltag schwer zu schaffen macht. Sie kann einfach nicht ausspannen und sich auf andere Dinge konzentrieren. So vernachlässigt sie zusehens ihr Privatleben: ihre Eltern warten schon lange auf einen Besuch, der geplante Kinogang mit ihrem Bruder wird immer aufgeschoben und ihr Freund Pierre hat auch so seine Schwierigkeiten mit ihr. Obwohl Laurence ihn liebt und gern ein Kind von ihm hätte. Als sie schließlich kurz vor dem Zusammenbruch steht, verordnet der Arzt ihr eine Woche Zwangsurlaub. Zeit, um Klarheit über ihr Leben zu gewinnen ...

Regisseur Bertrand Tavernier setzte in seinem sensibel inszenierten Drama, das 1980 für die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes nominiert war, einmal mehr auf auf ein bewährtes Schauspieler-Ensemble um Nathalie Baye, die in der Rolle der Lehrerin zwischen lernunwilligen und faulen Schülern überzeugt. Baye wurde für ihre vorzügliche Verkörperung einer Frau, die sich nicht zwischen Beruf und Privatleben entscheiden kann, für den französischen Filmpreis César vorgeschlagen, den jedoch Catherine Deneuve für ihr Spiel in François Truffauts Tragikomödie "Die letzte Metro" erhielt.

Foto: arte F /1980 Studiocanal/France 2 Cinèma/Little Bear Production