Norah (Marie Kremer) schreit sich den Frust aus
dem Leib

Ich wollte immer eine Heilige sein

KINOSTART: 16.05.2003 • Tragikomödie • Luxemburg, Belgien (2003) • 90 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
J'ai toujours voulu être une sainte
Produktionsdatum
2003
Produktionsland
Luxemburg, Belgien
Laufzeit
90 Minuten

Die 17-jährige Norah lebt nach einer ganz persönlichen Devise: Alle Ereignisse auf der Welt sind durch ein unsichtbares Netz miteinander verknotet, und deshalb muss Norah jeden ihrer Fehltritte durch eine gute Tat ausgleichen. Weil Norah glaubt, dass sie für das Verschwinden ihrer Mutter ebenso verantwortlich ist wie für den Unfalltod eines berühmten Rallyefahrers, engagiert sie sich für die Hausaufgabenhilfe, hilft Alten und bei Kleidersammlungen. Außerdem kümmert sie sich um das vernachlässigte Schlüsselkind Magali und nimmt, selbstlos wie eine Heilige, obendrein noch den Kamera-Diebstahl einer Freundin auf sich. Doch das kindlich ausbalancierte Weltbild gerät aus den Fugen, als Norah eines Tages erfährt, dass ihre verschollene Mutter in der Schweiz lebt. Zögernd macht Norah sich auf den Weg, und als sie endlich ihrer Mutter gegenübersteht, ist alles völlig anders, als sie es sich in ihrer Fantasie ausgemalt hatte ...

Regie-Debütantin Geneviève Mersch inszenierte hier ein sensibles wie bittersüßes und zugleich kraftvolles Coming-of-Age-Drama mit der wunderbar aufspielenden Marie Kremer in ihrer ersten Rolle überhaupt. Besonders beeindruckend spielt die Neuentdeckung aus Belgien die Szenen, in der die von ihr dargestellten Protagonistin mit ihrem Latein am Ende ist, all ihr Gutmenschentum nicht mehr fruchtet und sich ihre Umwelt als abweisend und verständnislos erweist. Das wusste auch die Jury des Frauenfilmfestivals im französischen Créteil zu würdigen, die Kremer 2004 mit dem Preis für das beste Talent auszeichnete. Später sah man Kremer in Filmen wie Costa-Gavras' Komödie "Die Axt", in Michael Hanekes Drama "Caché", "Coline Serreaus Drama "Saint Jacques ... Pilgern auf Französisch", Laurent Herbiets Krimidrama "Der Oberst und ich" oder Xavier Giannolis Regiearbeit "Chanson d'Amour".

Foto: SWR/Degeto

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