Marianne Ihlen brachte Leonard Cohen zur Musik. Der Dokumentarfilm "Marianne & Leonard – Words of Love" zeigt nun, wie sich der Kanadier und die Norwegerin einst auf Hydra kennenlernten.

"Wir sind nun beide in dem Alter angekommen, da unsere Körper langsam anfangen, zu vergehen – und ich denke, dass ich dir bald folgen werde", schrieb Leonard Cohen im Sommer 2016 an Marianne Ihlen, seine Muse und einstige Partnerin. "Du weißt, dass ich dich immer für deine Schönheit und deine Weisheit geliebt habe. Jetzt wünsche ich dir eine gute Reise." Marianne Ihlen starb wenig später an Leukämie, vier Monate nach ihr erlag auch Cohen seiner Blutkrebs-Erkrankung. Es war das bewegende Schlusskapitel einer Beziehung, die einzigartig war in der Welt der Musik.

Der Kanadier Leonard Cohen und die Norwegerin Marianne Ihlen hatten sich im Jahr 1960 kennengelernt, auf der griechischen Insel Hydra, die damals ein Rückzugsort war für Hippies und Aussteiger. Cohen war noch Dichter, kein Songschreiber. Es war die Begegnung mit Ihlen, die ihn die Musik entdecken ließ. Sie inspirierte ihn zu einigen seiner schönsten Songs, "Bird On A Wire" etwa und natürlich "So Long, Marianne". Auf "Songs From A Room" sieht man Ihlen am gemeinsamen Schreibtisch auf Hydra, vor sich eine Schreibmaschine, sie lächelt in Cohens Kamera.

"Marianne & Leonard – Words of Love" heißt die Dokumentation, die nun die Beziehung von Ihlen und Cohen nacherzählt. Der britische Regisseur Nick Broomfield ("Kurt and Courtney", "Whitney: Can I Be Me") blickt auf die Jahre auf Hydra und zeichnet nach, wie der Musiker und seine Muse nach vielen gemeinsamen Jahren Ende der 70-er getrennte Wege gingen. Er zeigt das unter anderem mit nie gesehenen Archivaufnahmen, die der kürzlich verstorbene Dokumentarfilmer D.A. Pennebaker in den 60-ern von Marianne Ihlen drehte.


Quelle: teleschau – der Mediendienst