Gegensätze ziehen sich an: Lemon (Nikola Kojo) und
Radmilo (Milos Samolov)

Parada

KINOSTART: 13.09.2012 • Tragikomödie • Serbien, Slowenien, Kroatien, Makedonien (2011) • 115 MINUTEN
Lesermeinung
prisma-Redaktion
Originaltitel
Parada
Produktionsdatum
2011
Produktionsland
Serbien, Slowenien, Kroatien, Makedonien
Budget
1.500.000 USD
Laufzeit
115 Minuten
Music
Schnitt

Ex-Gangster Limun ist Inhaber einer Sicherheits-Firma, Kriegsveteran und bekennender Schwulen-Hasser. Als ihm seines Verlobte Pearl allerdings das Ja-Wort zu verweigern droht, lässt er sich höchst unwillig darauf ein, die Belgrader Gay-Pride-Parade ihres schwulen Hochzeitsplaners Mirko gegen die Attacken von Nationalisten und Neo-Nazis zu schützen. Gemeinsam mit Mirko und dessen Partner macht er sich auf die Suche nach Helfern für seinen ungewöhnlichen Auftrag - und wird schließlich unter Kriegsveteranen fündig ...

An dem vielfach prämierten Publikumserfolg des aus Belgrad stammenden Regisseurs und Psychotherapeuten Srdjan Dragojevic scheideen sich die Geister. Während die einen den skurrilen Mix aus Tragikomödie und Buddy-Movie als gelungenen Beitrag für die Verständigung zwischen Schwulen, ihren derbsten Gegnern und ganzen Volksgruppen ansehen, kritisieren andere, dass Dragojevic kein Schwulen-Klischee ausgelasse, um seine Botschaft der Verständigung unter die Leute zu bringen. Tatsächlich ist dem Regisseur kein Spruch zu platt und zotenhaft, kein Klischee zu abgenutzt, um für vermeintliche Toleranz zu werben. Dass die Figurenzeichnung der Homosexuellen dabei vollkommen statisch-eindimensional bleibt, während ihre vielschichtigen Beschützer eine Läuterung erfahren, macht "Parada" umso ärgerlicher.

Foto: Neue Visionen

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