Kein Geringerer als Hollywood-Regisseur Sydney Pollack begleitete den berühmten Architekten Frank Gehry mit einer DV-Kamera, um ihn bei seiner Arbeit zu beobachten, ihn in Gespräche zu verwickeln und mit seinen Werken zu konfrontieren. Dabei ging es mehr um die Person, die hinter den eigenwilligen Baukonstrukten steckt.

Zugegeben: die DV-Bilder nerven über weite Strecken und Regisseur Pollack hätte sich etwas stärker zurück nehmen sollen. Davon aber abgesehen entstand ein packendes Porträt eines ungewöhnlichen Architekten, der gekonnt Kunst und Nutzen in seinen Bauwerken vereint und mit eigenwilligen Konstruktion wie etwa dem viel gepriesenen Guggenheim-Museum in Bilbao oder dem Tanzendes Haus in Prag optisch begeistert. Zu Wort kommen nicht nur Weggefährten, Bauherren und prominente Fans, sondern auch seine Widersacher. Außerdem bekommt man einen Eindruck des Schaffens des kreativen Kopfes Gehry, dessen Gebäude weltweit zu finden sind. In Deutschland finden sich das von Gehry entworfene Gebäude im Düsseldorfer Hafen oder das Design-Museum in Weil am Rhein. Besonders gelungen: am Ende kann man gar auf hin gekritzelt wirkenden Skizzen Gehrys seine späteren Meisterwerke erkennen.

Foto: Kinowelt