"Bitte, nicht ...", stammelt Jakob Tonndorf, Leiter eines Hamburger Rechenzentrums, voller Angst. Dann sackt er, von zwei Pistolenschüssen getroffen, vor einem Computer zusammen. Der Mörder drückt dem Toten einen länglichen Bogen Papier in die Hand, ein Computer-Protokoll mit den Textfetzen: "Angebot Nierentransplantat ... an Professor Becker vermittelt." Diese Angaben lenken die Nachforschungen des Hauptkommissars Paul Trimmel in eine bestimmte Richtung. Von Tonndorfs Mitarbeiterin Jill Biegler erfährt er, dass der Computer die Daten zwischen den Nierenspender und den Anwärtern auf ein Ersatzorgan vergleicht und damit über das Schicksal des Nierenempfängers entscheidet. Besteht die Möglichkeit zu Manipulationen? Trimmels Verdacht wächst, als die Polizei in Jills Wohnung gerufen wird. Jemand hat den Gashahn im Badezimmer geöffnet. Als das Mädchen wieder zu Bewusstsein kommt, flüstert es: "Lassen Sie sich vom Computer die Daten über Professor Lachnitz geben." Der Chirurg mit seinen ganz eigenen Vorstellungen vom Eintritt des klinischen Todes hat in den letzten Monaten eine Reihe von Nieren für Organverpflanzung geliefert. Nach dem Gespräch mit Professor Lachnitz verunglückt Trimmel schwer, weil die Steuerung seines Wagens versagt. Sollte er das dritte Opfer nach Jakob Tonndorf und Jill Biegler werden?

Regisseur Peter Schulze-Rohr, der zwei Jahre zuvor mit "Tatort - Taxi nach Leipzig" den ersten "Tatort" überhaupt inszeniert hatte, setzte hier einmal mehr auf das Spiel seines Hauptdarstellers Walter Richter, der sich in diesem Fall mit kriminellen Transplantations-Machenschaften auseinandersetzen muss. Ko-Autor Friedhelm Werremeier schrieb insgesamt elf Folgen, in denen Walter Richter ermittelte, neun der Fälle inszeniert Peter Schulze-Rohr. In der Rolle der Jill Biegler ist hier die viel zu früh verstorbene deutsche Charakterdarstellerin Sabine Sinjen zu bewundern.

Foto: 2010 Studio Hamburg Distribution & Marketing GmbH/1972 Studio Hamburg Produktion GmbH fürr den NDR