Thanner ist verärgert: Während er die polizeiliche Dreckarbeit machen muss - er hat die Leiche einer Prostituierten zu identifizieren -, wühlt Schimanski einen Fall wieder auf, den er, Thanner, längst abgeschlossen hat. Thanner weiß auch, weshalb: Ilona Vogtländer, Tochter des wegen Mordes an seiner Frau Eva angeklagten Rolf Vogtländer, ist viel zu schön, als dass Schimanski ihr widerstehen könnte. Tatsächlich ist Schimanski von Ilona fasziniert. Doch die lässt Schimanski nicht an sich heran, im Gegenteil: Sie ist voller Verachtung für die Kripo, die ihren Vater für schuldig hält, wo er doch - so gut kennt sie ihn - eines Mordes nicht fähig ist. Also macht sie sich allein auf, um seine Unschuld zu beweisen, und sie scheint auf der richtigen Fährte zu sein, denn plötzlich schlagen Unbekannte aus dem Zuhältermilieu zurück: Ilona entgeht nur knapp zwei Mordanschlägen - dank Schimanski ...

Nachdem Regisseur Theodor Kotulla mit Götz George 1977 schon die Filmbiografie "Aus einem deutschen Leben" in Szene gesetzt hatte, in der George als Auschwitz-Kommandant eine überragende schauspielerische Leistung ablieferte, drehte er mit dem Duisburger Ermittler-Duo George/Feik diesen Revierkrimi nach Frank Göhre ("St. Pauli Nacht", "Der Pirat"), der nicht nur vom Gegensatz der beiden so unterschiedlichen Ermittler lebt, sondern darüber hinaus einen spannenden Kriminalfilm erzählt.

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