Die bundesweit bekannte Stiftungsvorsitzende und ehemals gefeierte Pianistin Vera Schneider wird für ihr Engagement zur Resozialisierung junger Strafgefangener geehrt. Wenige Stunden später ist die Charity-Lady tot - vom Balkon gestürzt. Ein Raubmord, wie die Spuren bezeugen, die ein Einbrecher in der Schneiderschen Wohnung hinterlassen hat. Kommissar Max Palu, Kollege Stefan Deininger und die bewährte Teilzeitkraft im Sekretariat, Frau Braun, haben es mit gleich fünf Verdächtigen zu tun: Heinz Schneider, der Industrielle, Chef der Schneider-Werkzeugmaschinen, der eiskalt seine Gattin abservieren will, weil sie ihm beim Neugestalten seines Privatlebens im Wege ist. Martin, der nach Jahren plötzlich wieder aufgetauchte verlorene Sohn. Marion, die seit einem Autounfall schwer traumatisierte Adoptivtochter. Eva-Maria Klein, Vera Schneiders Bürochefin in der Stiftung, die an vielen verdächtigen Orten ihre Spuren hinterlässt. Und der nur geringfügig resozialisierte Kleinganove Moshi, ein Schützling Vera Schneiders und Jugendfreund Martins. Max Palu gerät unter Druck, denn sein neuer Polizeipräsident Klausmann drängt auf schnelle Lösung ...

Regisseur Robert Sigl setzte diesen letzten Fall des beliebten "Tatort"-Kommissars aus Saarbrücken nach einem Buch in Szene, an dem auch Hauptdarsteller Jochen Senf mitwirkte, der als Max Palu von 1988 bis 2005 insgesamt 18 Verbrechen aufklären konnte. Im Mordfall Schneider wird er nicht nur mit einer zerfallenden Familie konfrontiert, sondern steht selbst kurz vor der Trennung von seiner Lebensgefährtin und muss sich beruflich wie privat entscheiden.

Foto: SWR/SR/Manuela Meyer