Ein Mann liegt erschossen in einem Konstanzer Park. In seiner Brieftasche findet sich ein Pass, der ihn als Schweden ausweist. Klara Blum erbittet Amtshilfe aus Stockholm, um mehr über den Toten zu erfahren. Als die Unterstützung in Person des attraktiven Stockholmer Kriminalbeamten Bo Johansson eintrifft, stellt sich heraus, dass es sich bei dem Toten um einen prominenten schwedischen Industriellen handelt. Bo Johansson und der ermordete Sunderström haben eine gemeinsame Vorgeschichte: Sunderström war vor vielen Jahren verdächtig, den Ex-Freund von Bo Johanssons Tochter getötet zu haben, wurde aber mangels Beweisen freigesprochen. Klara findet den schwedischen Kollegen durchaus sympathisch und beteiligt ihn an den Ermittlungen. Zum Missfallen von Kai Perlmann, der sich an den Rand gedrängt fühlt, und dem Schweden eher misstrauisch gegenübersteht. Aber auch Klaras Vertrauen zu Bo gerät bald ins Wanken ...

Der vorwiegend auf TV-Serien spezialisierte Regisseur Uli Möller ("Holiday Affair", "Mörder in Weiß - Der Tod lauert im OP") drehte diesen Konstanzer Fall, der zwar ein wenig zäh und zahm beginnt, nach und nach aber aber durchaus spannend wird. Das Drehbuch lieferte einmal mehr der renommierte Autor und Grimme-Preisträger Fred Breinersdorfer ("Die Hoffnung stirbt zuletzt", "Sophie Scholl - Die letzten Tage"), der jedoch mit dem Ergebnis derart unzufrieden war, dass er seinen Namen zurückzog und sein Pseudonym W. Anders verwendete.

Foto: HR/SWR/Schweigert