Kommissar Max Ballauf muss einige Tage Haus und Tochter seiner schönen Cousine Beatrice hüten - die ehemalige Softporno-Darstellerin unterzieht sich im Krankenhaus einer Krebsuntersuchung. Ausgerechnet jetzt wird Ballauf von einem Unbekannten telefonisch bedroht - und eine Frau, mit der er vor Jahren einem One-Night-Stand hatte, wird bestialisch umgebracht. Am Tatort lässt der Täter eine rote Lilie zurück. Ballauf und Schenk tappen im Dunkeln - offenbar soll etwas gerächt werden, wofür der Unbekannte Max die Schuld gibt. Doch so sehr die beiden auch alte Fälle prüfen und die Stecknadel im Heuhaufen suchen, sie finden keine plausible Spur in die Vergangenheit. Klar ist nur, es handelt sich um einen Rachefeldzug gegen Max. Als der Unbekannte eine weitere Ex-Freundin von Max kidnappt, beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Er jagt den Kommissar mit 300000 Euro Lösegeld durch die halbe Stadt - nur um ihn dann dazu zu bringen, das Geld öffentlich zu verbrennen. Max kann auch den Tod dieser Ex-Freundin nicht verhindern. Die einzigen Spuren, die der Unbekannte neben den Blumen zurück lässt, sind ein kryptisches Kreuzworträtsel und das Gift, mit dem die Opfer getötet wurden - es stammt ausgerechnet aus dem Labor, in dem es untersucht wird. Als dann aber trotz aller Sicherungsmaßnahmen die kleine Anna entführt wird, scheint Ballauf vor der größten Niederlage seines Lebens zu stehen ...

Regisseur Thomas Stiller hat ein Händchen für Filme mit psychologischem Einschlag, das zeigten schon seine Arbeiten "Stille Nacht - Heilige Nacht" und "Die Wunde". Beinahe ein Psycho-Thriller ist auch dieser ungewöhnliche wie packende Kölner "Tatort", nach "Schattenlos" (2003) seine zweite Zusammenarbeit mit Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär. Was Ballauf hier ertragen muss, bringt ihn tatsächlich an die Grenzen seiner Belastbarkeit.

Foto: WDR/Michael Böhme