Viele TV-Zuschauer kennen ihn dank seiner zahlreichen Talkshow-Auftritte als Deutschlands letzten, aber auch gern protzigsten Playboy: Rolf Eden, der aus seinem Hang zu Geld, schönen Frauen, edlen Autos, Sonnenbanken und Haarfärbemitteln nie ein Geheimnis gemacht hat. Doch das ist nur eine Seite des ewig platinblonden Womanizers, der als Diskothekenkönig einst die ersten Misswahlen ins Leben rief, den Striptease populär gemacht hat, mit den Rolling Stones und Ella Fitzgerald feierte und mit sieben Frauen sieben Kinder gezeugt hat.

Filmemacher Peter Dörfler vollendet mit diesem Dokumentarfilm seine Trilogie über egomane Männer, die er mit "Der Panzerknacker" (2005) und "Achterbahn" (2009) begonnen hatte. Hier erzählt er aus dem schillernden Leben des 1930 geborenen Sohn eines jüdischen Fabrikanten, dessen früher Lebensweg von Flucht aus Deutschland, Kampf in Palästina und seine Rückkehr nach Europa Anfang der Fünzigerjahre geprägt war. Dörfler gelang mit vielen Originalaufnahmen - Eden hat seine Leben stets mit der Kamera festgehalten und spielte sogar in diversen Kinofilmen wie etwa "Das Testament des Dr. Mabuse" - ein etwas anderes Porträt des "letzten Playboys Deutschlands", in dem sich der Paradiesvogel Eden ein ums andere Male in die Karten schauen lässt.

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