Nachdem mit "The Walking Dead" oder "Warld War Z" das Zombie-Thema auf einer neuen Popularitätswelle reitet, zeigt Regisseur Colm McCarthy mit "The Girl With All The Gifts" eine neue Facette des apokalyptischen Szenarios.

Das Setting ist das gleiche, die Handlung stellt die Untoten dagegen komplexer dar: Die Menschheit ist beinahe ausgelöscht. Der Grund dafür ist ein Pilz, der alle zu brutalen Fleischfressern mutieren lässt. Die, die es geschafft haben der Krankheit zu entgehen, nennen die zombieartigen Wesen "Hungries".

Einige von ihnen sind jedoch anders: Es handelt sich um Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft infiziert wurden. Diese Jungen und Mädchen essen zwar Menschenfleisch, können ihre animalischen Triebe jedoch beherrschen. Ein Mädchen, Melanie (Sennia Nanua), ragt besonderes heraus, denn es ist sehr intelligent und sozial. Dr. Caldwell (Glenn Close) sieht in ihm eine Hoffnung für die Menschheit.

Nicht nur für Genre-Fans sehenswert

Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Mike Carey. Der Brite ist kein Unbekannter: Mit "The Unwritten", einer Graphic-Novel-Reihe, schafft er es immer wieder auf die Bestseller-Liste der "New York Times". Ein weiterer Comic - "Lucifer" - wird gerade als Serien im TV ausgestrahlt.

Mit "The Girl With All The Gifts" landet der Autor erneut einen Erfolg. Zwar enthält der Film keine klassischen Horror-Elemente, sorgt aber durchaus für Gänsehaut. Er beschränkt sich dabei nicht nur auf Schockmomente, sondern spiegelt moralische Dilemmata.