Als die 13-jährige Adriana in Mexico City von Mädchenhändlern entführt wird, scheint ihr Schicksal als Sexsklavin in den USA besiegelt. Auf ihrer Reise trifft sie die Polin Veronica, die in der Hoffnung Karriere im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu machen, auf Menschenhändler hereinfiel. Einzig Adrianas 17-jähriger Bruder Jorge gibt die Hoffnung nicht auf, seine Schwester zu finden. Auf seiner Suche trifft er auf den texanischen Polizisten Ray, der sich schließlich Jorges Suche anschließt...

Für sein US-Debüt hat sich Marco Kreuzpaintner ("Sommersturm", "Ganz und gar") gleich ein deftiges Thema vorgenommen. Was nach spannender Thriller-Story über die Ware "Mensch" klingt, entpuppt sich aber leider als etwas zu lang geratenes Drama, dass nicht nur zuviel in die Geschichte packt, sondern auch noch auf Unwahrscheinlichkeiten setzt. Das Drehbuch verfasste Jose Rivera, der schon mit "Die Reise des jungen Che" belegt hat, dass Kürze und das Weglassen von Nebensächlichkeiten nicht seine Sache ist. Dennoch: der finstere Grundtenor von Kreuzpaintners Werk überzeugt durchaus, zumal einige Szenen schon sehr nahe gehen.

Foto: Fox