Saba Sahars Biografie liest sich für eine Frau in Afghanistan sehr ungewöhnlich, denn sie ist Polizistin, aber auch Schauspielerin, Regisseurin und Produzentin. In allen ihren Verantwortungsbereichen setzt sich Sahar vehement für die Rechte der Frauen in der stark Männern dominierten afghanischen Gesellschaft ein. Sahars Stärke ist die unbeirrbare Leidenschaft für ihr zerrüttetes Land: wo Frauenrechte mit Füßen getreten werden, schlägt sie mit den Waffen des Films zurück. So kämpft sie etwa in einem ihrer Filme als Superheldin im Martial-Arts-Stil gegen ihre männlichen Widersacher, um eine Frau aus deren Fängen zu befreien ...

Regisseur Sebastian Heidinger drehte mit "Traumfabrik Kabul" das ungewöhnliche Porträt einer außergewöhnlichen Frau in einer von Männern dominierten Gesellschaft. Persönliche Begegnungen mit Sahar sowie unterhaltsame Ausschnitten aus ihren Filmen eröffnen einen ungewohnten Blick auf einen Schauplatz, der sonst eher Garant für traurige Nachrichten ist. Saba Sahar ist im wahren Leben keine Superheldin – aber eine Heldin, die Hoffnung gibt.

Foto: Arsenal Institut