Tunis im Januar 2011: Ein Volk stürzt seinen Diktator, die friedliche Revolution des tunesischen Volkes löste den Arabischen Frühling aus. Diesen Bildern und Kommentaren, die wir alle im Kopf haben, setzt Regisseur Serge Moati ("Sapho", "Söldner der Hölle"), selbst franko-tunesischer Abstammung, einen Blick auf die politische Wirklichkeit des nordafrikanischen Landes entgegen, der uns weniger vertraut ist.

Die tunesischen Künstler galten lange als Avantgarde der arabischen Welt. In diesem Dokumentarfilm haben einige von ihnen das Wort, die durch ihre mutige Arbeit von jeher die in der Revolution so hart erkämpfte Meinungsfreiheit verkörpern und deshalb besonders hart verfolgt wurden. Heute schreiben sie von der Vergangenheit, gestalten die Gegenwart und zeichnen das Bild einer demokratischen Zukunft. Sie geben Einblicke in das kreative Schaffen verschiedener Kunstarten in einem Land voller künstlerischer und ideologischer Gegensätze. So entsteht ein sehr lebendiges und mitreißendes Porträt der aktuellen Kunstszene Tunesiens vor dem Hintergrund der auch in anderen Ländern brandaktuellen Frage nach der künstlerischen Freiheit in Zeiten der Diktatur.

Foto: arte F