Als die als lebensfroh geltende Krankenschwester Christa Wagner vollkommen unvermittelt Selbstmord begeht, ist dies für ihre Familie nicht zu erklären. Erst durch ihren Tod erfährt die jüngere Schwester Elke vom Kauf einer baufälligen und unvermietbaren Eigentumswohnung, die Christa zunächst in die Verzweifelung, dann in den Ruin getrieben hat. Elke macht sich schwere Vorwürfe, dass sie nicht rechtzeitig bemerkt hat, dass ihre Schwester so schwerwiegende Probleme hatte, und schwört, alles daran zu setzen, das Unrecht, welches ihrer Schwester widerfahren ist, aufzuklären. Dabei entdeckt sie, dass ihre Mutter eine Bürgschaft übernommen und das gemeinsame Haus als Sicherheit geboten hat ...

Regisseur Andreas Senn ("Tatort - Vermisst") drehte nach einem Buch von Benedikt Röskau ("Nordwand", "Contergan - Eine einzige Tablette") und Sylvia Leuker ("Harte Brötchen") diese eindringlich inszenierte und gespielte Warnung vor Geschäften mit windigen Immobilienfirmen und offenbart deren betrügerisches Vorgehen. Dabei lässt Senn auch die Situation der Betroffenen nicht außer Acht, die sich für ihre Naivität schämen und meistens stumm den Kredit abbezahlen.

Foto: ZDF/Oliver Vaccaro