Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verschwindet der exzentrische Rock-Star Brian Slade unter nie geklärten Umständen. Der Journalist Arthur Stuart greift den Fall zehn Jahre später wieder auf. Er trifft Slades Ehefrau und dessen Muse Mandy in einem Nachtlokal ...

Nach seiner eigenen Drehbuchvorlage inszenierte Regisseur Todd Haynes ("Dem Himmel so fern", "I'm Not There") diesen unausgegorenen und zum Teil kruden Mix aus Musikfilm und Zeitbild um die so genannte "Glam Rock"-Ära, die in den beginnenden Siebzigerjahren besonders in Großbritannien Erfolge feierte. Haynes orientierte sich dabei sehr frei an den Lebensläufen von David Bowie und Iggy Pop, die bis heute als herausragende Vertreter dieser Musikrichtung gelten. In grellen, Videoclip-artigen Bildern hetzt Haynes allzu flüchtig durch Raum und Zeit, ohne in irgendeiner Weise die Entstehung und den Erfolg der Glam-Rocker erklären oder vertiefen zu wollen. Publikum wie Kritik waren sich über die Qualität von "Velvet Goldmine" nicht einig: Ist er für die einen ein gekonnt inszeniertes Siebzigerjahre-Zeitbild, bemängelten andere, der Mischmasch aus Wahrheit und Fiktion sei eher zum einschlafen. Fazit: Für Siebziger-Fans möglicherweise ein Hingucker, für andere trotz teilweise guter schauspielerischer Leistungen (Christian Bale und Ewan McGregor) nur öde Langeweile.

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